Fettleber – und jetzt?

Fettleber – und jetzt?

Schätzungsweise ist jede dritte bis vierte erwachsene Person von einer sogenannten Fettlebererkrankung betroffen. Dies bedeutet, wie der Name schon sagt, dass die Leber größere Mengen Fett einlagert und so wortwörtlich „verfettet“. Häufig hört man daher auch den Begriff der Leberverfettung.

Welche Ursachen der Fettleber gibt es?

Die Fettlebererkrankung wird eingeteilt in zwei Formen: die alkoholische Fettlebererkrankung (AFLD) sowie die nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD), welche mittlerweile häufig auch als MASLD bezeichnet wird.

Während AFLD hauptsächlich durch einen erhöhetn Alkoholkonsum verursacht wird, spielen bei NAFLD eher Übergewicht, Diabetes mellitus (insb. Typ II) sowie ein allgemein ungünstiger Lebensstil eine Rolle.

Häufig stellt die Fettleber einen Zufallsbefund dar, da sie meist symptomlos verläuft oder lediglich unspezifische Symptome wie Müdigkeit verursacht. Genau dies macht die Erkrankung so tückisch: unbehandelt kann die Fettleber sich verschlimmern. Das Endstadium der Fettleber ist die vielen bekannte Leberzirrhose, welche wiederum zu Leberkrebs werden kann.

Das klingt erstmal erschreckend, und tatsächlich ist es wichtig, diese Diagnose ernstzunehmen. Doch es gibt auch gute Nachrichten: die Fettleber ist sehr gut behandelbar. Kaum ein Organ verzeiht so viel, wie es die Leber tut. Wussten Sie zum Beispiel. dass die Leber das einzige innere Organ ist, welches sogar nachwachsen kann, nachdem ein Teil davon entfernt wurde?

Behandlung der Fettlebererkrankung

Die Behandlung der alkoholischen Fettlebererkrankung ist denkbar einfach: Verzicht auf Alkohol. In vielen Fällen bildet sich die Fettleber dann ganz oder teilweise zurück. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle ist hier unerlässlich.

Etwas komplizierter gestaltet sich die Therapie der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung, doch auch hier ist keine Raketenwissenschaft gefragt,

NAFLD bzw. MASLD tritt vor allem bei übergewichtigen bzw. adipösen Personen auf. Studien zeigen, dass ein Gewichtsverlust hier sehr gute Ergebnisse bringt, die Fetteinlagerungen in der Leber gehen hier sehr schnell zurück, häufig zeigt sich eine deutliche Verbesserung sogar schon bevor Normalgewicht erreicht wird. Einige Studien zeigen sogar Verbesserungen ganz ohne Gewichtsverlust, allein durch eine Ernährungsumstellung. Dennoch ist es dringend empfohlen, vorhandenes Übergewicht abzubauen. Nur so kann die Lebergesundheit auch langfristig gewährleistet werden und weiteren Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck kann entgegengewirkt werden.

Besonders gute Effekte zeigt die mediterrane Ernährung. Sie stellt eine bewährte Strategie zur Behandlung verschiedenster ernährungsbezogener Erkrankungen dar und zeigt auch bei Leberverfettung gute Ergebnisse. Bei dieser Ernährungsweise liegt der Fokus auf Gemüse, Obst sowie ungesättigten Fettsäuren aus Olivenöl, Nüssen und Fisch. Bei Fragen zu dieser oder anderen Ernährungsweisen, die sich positiv auf NAFLD auswirken können, berate ich Sie gerne.
Auch körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf unsere Leber aus. Sie unterstützt die Gewichtsreduktion und bringt auch unabhängig vom Körpergewicht viele gesundheitliche Vorteile mit sich.

Doch nicht nur Personen mit erhöhtem Körpergewicht sind von NAFLD/MASLD betroffen. Auch bei Personen mit Normalgewicht tritt diese Erkrankung auf, wenn auch seltener. Die Behandlung ähnelt hier jedoch den Strategien, die auch bei Personen mit Übergewicht eingesetzt werden. Zwar ist eine Gewichtsreduktion hier nicht das Mittel der Wahl, doch eine Lebensstilveränderung spielt eine zentrale Rolle. Die meisten Personen, bei denen eine Fettlebererkrankung vorliegt, haben einen ungünstigen Lebensstil. Eine Anpassung der Ernährung mit Fokus auf Gemüse und Obst sowie vermehrte körperliche Aktivität hat sich auch hier als sehr effektiv erwiesen.

Sie haben noch Fragen?

Sind Sie von einer Fettlebererkrankung betroffen? Benötigen Sie Unterstützung dabei, Ihren Lebensstil anzupassen, Ihre Ernährung umzustellen oder haben allgemeine Fragen? Als studierte medizinische Ernährungswissenschaftlerin begleite ich Sie gerne auf Ihrem Weg. Melden Sie sich gerne bei mir für ein kostenloses Kennenlernen.